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Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg - VideoHilfsprojekt für Kinder in KamerunVon Boboyo im Norden Kameruns ist Eric Essams Vater vor fast 40 Jahren in die Stadt gezogen, um seinem Sohn ein Studium in Deutschland ermöglichen zu können - und dieser Sohn besucht nun das Heimatdorf seines Vaters.
Etwas zurückgeben können"Es ist für mich überhaupt nicht mehr nachvollziehbar, wie mein Vater es überhaupt geschafft hat, in die Hauptstadt zu kommen und uns Kinder groß zu ziehen", sagt Eric Essam. Sein Vater habe sich sehr dafür engagiert, dass seine Kinder eine gute Schulbildung bekommen. "Diese Unterstützung, die ich damals erfahren habe, möchte ich jetzt an andere weitergeben", erklärt der 38-Jährige.
Die Schulbildung ist Eric Essam ein großes Anliegen. In der Grundschule von Boboyo sitzen die Kinder auf dem Boden, es gibt nur wenige Lehrer und fast kein Unterrichtsmaterial. Essam und seine Helfer haben Rucksäcke, vollgepackt mit Stiften, Heften und Büchern, mitgebracht, die sie an die Schüler im Dorf verteilen. Eric Essam hat auch dafür gesorgt, dass weitere Lehrer bezahlt werden können und das passende Unterrichtsmaterial bereit gestellt wird. Außerdem hat ein einheimischer Schreiner 60 Schulbänke gefertigt, damit die Kinder nicht länger auf dem Boden sitzen müssen.
Spiegel der KindheitDas Motto des Projektes ident.africa lautet: Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg. Dass Eric Essam einer von ihnen ist, der es in Übersee geschafft hat, freut die Dorfbewohner. Noch mehr freuen sie sich aber darüber, dass er nicht vergessen hat, wo seine Wurzeln sind und auch keine Berührungsängste hat. Sein Kommunikations- und Organisationstalent hat Essam zu seinem Beruf gemacht. Der Ingenieur arbeitet in Deutschland als Sales-Manager bei der Computerfirma IBM, in Kontakt bleiben ist sein Job. "Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch, und die Weiterentwicklung durch meinen Job hat mir geholfen, unterschiedliche Menschen anzusprechen und für mein Projekt zu begeistern", erklärt Eric Essam.
Eine von denen, die Essam durch sein Engagement gewinnen konnte, ist die frühere Olympiasiegerin im Hochsprung, Heike Henkel. Sie hat für ident.africa die Schirmherrschaft übernommen. "An dem Projekt gefällt mir, dass es eine direkte Verbindung nach Kamerun gibt und das Geld wirklich bei den Menschen ankommt", erklärt die Sportlerin. Sehr gerührt hat Henkel, dass es in Boboyo nur einen einzigen Fußball gibt, für den die Kinder jahrelang gespart haben. Auch Essam ist zwischen seiner neuen Heimat und der alten hin- und hergerissen. "Natürlich muss ich eine Grenze setzen, aber mein Herz klopft immer für Boboyo und ich denke jeden Tag an diese Kinder", sagt der 38-Jährige. Die Kinder in Kamerun sind für Eric Essam ein Spiegel seiner eigenen Kindheit. Genau das motiviert ihn zum Handeln und er hat dafür in Deutschland Unterstützer gewonnen. Quelle: Ulrich Hansen -ZDF am 10.12.2006
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Video-Bericht
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