ident.africa e.V. 2010/2011 – Ein Überblick von Fred-Eric Essam


Jährlich reist Fred-Eric Essam, Gründer und Vorstand von ident.africa e.V. nach Kamerun und erst vor kurzem ist er von seiner zweiten Reise in diesem Jahr zurückgekehrt – die Koffer voller Erinnerungen, Erlebnisse und tollen Projektergebnissen. Diese möchten wir Ihnen als Unterstützer des Vereins nicht vorenthalten und haben Herrn Essam gebeten, sowohl die vergangenen Monate als auch die anstehenden Projekte kurz Revue passieren zu lassen:

„Wenn ich in meine Heimat Kamerun reise, dann ist das für mich mehr als Urlaub. Ich treffe meine Familie und genieße das Land mit seinen tollen Leuten und Landschaften. Gleichzeitig engagiere ich mich aber auch im Namen des Vereins ident.africa für wohltätige Projekte in diesem Land.

Eine ganze Reihe von Entwicklungsprojekten habe ich in den vergangenen Jahren zusammen mit freiwilligen Helfern, sowie zahlreichen privaten Sponsoren und Spendengeldern von verschiedenen Firmen in dem nördlich gelegenen Dorf Boboyo umsetzen können.

So auch im Oktober 2010.
Mit einer Gruppe von insgesamt 14 Entwicklungshelfern bin ich erneut in den Norden Kameruns gereist. Wir hatten viel vor: eine Krankenstation in einem abgelegenen Teil Boboyos fertig stellen, 300 Schülern und Lehrern Schulranzen und Schulbedarf überreichen, bereits nach Kamerun verschiffte Computer und Monitore in den Klassenräumen installieren und nicht zuletzt noch eine Sanitäranlagen für das Alphabetisierungszentrum aufbauen.

Viel Arbeit also, und bei 40 Grad im Schatten nicht gerade leicht für uns. Zum Glück wurden wir von der einheimischen Bevölkerung sehr gut versorgt und kamen gut voran. Mit dabei waren dieses Mal auch zwei Studenten und drei Schüler, für die es natürlich eine Bildungsreise der besonderen Art war. Die ideale Gelegenheit Afrika hautnah zu erleben.

Neben der Vollendung dieser Projekte nahmen wir uns die Zeit, weitere dringende Projekte zu besprechen und deren Organisation so weit wie möglich abzustimmen. Dazu zählt die Versorgung mit Trinkwasser, weitere Schulbänke und eine Vorschule für Kinder unter sieben Jahren.

Einen großen Schritt in Richtung Zukunft konnten wir bereits im März diesen Jahres machen. Hintergrund meiner letzten Kamerun-Reise war die Anbindung Boboyos an das Stromnetz. Dies konnten wir dank der finanzieller Unterstützung der Deutschen Botschaft in Jaunde, der Hauptstadt Kameruns, in nur einem Monat realisieren. Vor Ort traf ich mich deshalb mit dem Deutschen Botschafter S.E. Reinhardt Buchholz. Gemeinsam konnten wir uns ein Bild vom Stand des Elektrifizierungsprojektes machen. Von dem Projekt profitierten unter anderem Einrichtungen wie die Krankenstation und das Gymnasium.

Momentan arbeiten wir an zahlreichen weiteren Projekten, etwa an der Finanzierung eines Trinkwasseranschlusses für die neue Blindenschule von Maroua und Brunnen für vier Schulen in Boboyo. Das Alphabetisierungszentrum soll zukünftig mit Solarstrom versorgt werden, um Erwachsenden nach der Arbeit die Möglichkeit der Bildung und Weiterbildung zu bieten.
Auch Schulbänke sind trotz unserer kontinuierlichen Bemühungen weiterhin Mangelware. Eine Schulbank kostet umgerechnet rund 30 Euro, das kann sich das Dorf nicht leisten. Mein Ziel ist es, mindestens 100 Bänke pro Jahr schreinern zu lassen – 100 Bänke für eine Schule in Boboyo sind bereits bestellt. Die Kinder Kameruns sollen das Recht haben, auf vernünftigen Schulbänken dem Unterricht folgen zu können und nicht einfach auf Bimssteinen oder dem nackten Boden sitzen zu müssen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesem kurzen Abschnitt einen Einblick in unsere Arbeit geben konnte. Über Ihre weitere Unterstützung freuen wir uns sehr. Wenn Sie Fragen zu Kamerun, zu meiner Person, dem Verein oder unseren Projekten haben – melden Sie sich einfach, wir helfen gerne weiter!“

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