Friends4Boboyo – A wie Afrika, B wie Bildung, C wie Chance

Gemütliche Atmosphäre mit gedämpftem Licht, frisch gedruckte Banner mit anregenden Eindrücken aus Boboyo und über 50 gespannte Besucher – so begann die Veranstaltung Friends4Boboyo im Kölner Herbrands.

Zu Beginn des Abends wurden die Gäste vom wissenschaftlichen Beirat des Vereins, Dr. Ulrich Pawlak begrüßt und auf einen gleichermaßen informativen wie gemütlichen Abend eingestimmt.

„A wie Afrika, B wie Bildung, C wie Chance, mach Dir ein Bild über Bildung in Afrika“ war das Leitmotto der Veranstaltung und außer einer Begegnung von Freunden und Förderern und solchen, die es werden wollten, gab es einige sehens- und hörensweite Inhalte über die Arbeit und Positionierung des Vereins. Die Kamerun -Reisen und den Fortschritt der Projekte vor Ort konnte man im direkten Vergleich 2006 und 2007 erleben: Die professionellen Filme machten das Geschehen in Boboyo direkt erlebbar und wurden spontan mit Beifall bedacht. In einem zweiten Schritt moderierte Matthias Bongard, WDR, in souveräner Form und mit persönlicher Note die Gruppe der hochkarätigen Gäste.

Während des folgenden Diskussionsforums wurden auch Spannungsfelder der Arbeit des Vereins angesprochen, beispielsweise, warum das Engagement in Afrika stattfindet und nicht vor Ort in Deutschland oder warum sich Unternehmen als Sponsoren engagieren. Bei diesem Punkt waren insbesondere die Unternehmensvorstände Christoph Pliete und Sören Stamer angesprochen, beide einig darin, dass es im Leben um mehr geht als die reine Fokussierung aufs Geldverdienen. Man müsse auch über Verantwortung und ethische Aspekte innerhalb der Wirtschaft sprechen und die Bedeutung solcher Themen über allein betriebswirtschaftliche Betrachtungsweisen stellen.

Heike Henkel unterstützt das Projekt von ident.africa
Selbstverständlich kam auch die Schirmherrin von ident.africa, Heike Henkel, zu Wort und stellte die Gründe für ihr Engagement dar: „Ich sehe, was mit dem Geld passiert und wer sich darum kümmert.“ Für die Gäste mit Sicherheit ebenso interessant waren die Beiträge Fred-Eric Essams, der nicht nur detaillierter über seine Rolle und sein Selbstverständnis berichtet, aber auch die Bedeutung von Boboyo als Leuchtturmprojekt für ganz Kamerun herausstellte.

Alles in allem bot der Abend seinem aufmerksamen Publikum eine spannende Diskussion – das einzige, was dann doch an Kraft verlor und sich hängen ließ, war das diagonal über eine Ecke der Bühne gespannte Banner mit dem Vereinsschriftzug… Dies sei hoffentlich kein ungünstiges Vorzeichen, meinten einige Teilnehmer verschmitzt. Es wurde aber klar, dass es durchaus eines enormen Engagements und auch finanzieller Ressourcen bedarf, um die Ziele des Vereins zu realisieren. Es darf und muss also auch über Geld geredet werden! Ulrich Pawlak appellierte deshalb auch an die Spendenbereitschaft für die „gute Sache“. Nach dem „offiziellen“ Teil der Veranstaltung konnten sich die Teilnehmer und Gäste beim Essen im gemütlichen Lokal des Herbrands kennenlernen und austauschen. So erhalten Mitglieder und Akteure Gesichter zu Namen und Stimmen, was dem Vereinsvorstand im Gegensatz zu vielen anderen Initiativen sehr viel bedeutet.

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