Projektreise nach Boboyo 2007 erfolgreich

Köln, 15.10.2007 – Vom 26.09. bis 06.10.2007 ist der Gründer und Vorsitzende des in Köln ansässigen ident.africa e.V., Fred-Eric Essam, in den Norden Kameruns gereist, um rund 500 Kindern Unterrichtsmaterialien für das kommende Schuljahr zu übergeben. Er wurde begleitet von Jürgen Krampitz, einem Ingenieur der als Ruheständler ehrenamtlich für den Senior Experten Service (SES) Bonn tätig ist.

Das Hilfsprojekt hat vor Ort außerdem eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen, die das örtliche Gymnasium nun mit Strom versorgt. Bei der Umsetzung dieses Vorhabens wurde ident.africa durch den Senior Experten Dipl. Ing. Jürgen Krampitz unterstützt. Der Fachmann für Solarenergie und Wasserversorgung hat außerdem zahlreiche Konzepte für weitere Projekte in den nächsten Jahren mit den Menschen vor Ort erörtert und ausgearbeitet.

„Bildung ist der Schlüssel, der das Tor zum Erfolg öffnet. Wenn wir auf Bildung setzen, können wir in Afrika viel erreichen.“ (Fred-Eric Essam)

Mit der Hilfsaktion für das Dorf Boboyo in Nord-Kamerun hat ident.africa e.V. nun bereits die zweite Runde erfolgreich absolviert. Konnten beim letzten Besuch in 2006 noch 350 Kinder unterstützt werden, ist die Zahl für dieses Jahr auf 490 gestiegen. Die Kinder erhielten Rucksäcke mit Schulbüchern, Heften und Stiften. Außerdem wurden im Auftrag von ident.africa 170 Schulbänke von Schreinern vor Ort angefertigt. Auch die Anzahl der durch den Verein vor Ort eingestellten Lehrer konnte von Eingangs geplanten 9 auf 20 erhöht werden (vergangenes Jahr: 6). Zusätzlich erhielten die Lehrer dringend benötigtes Unterrichtsmaterial, wie Tafeln, Kreide, Lehrbücher und anderes didaktisches Material. Die Gelder für das Projekt stammen von verschiedenen deutschen Unternehmen sowie privaten Spendern aus Nordrhein-Westfalen. Das Ziel für 2008 ist es nun, dass alle Kinder in den Schulen Boboyos auf Schulbänken sitzen können und nicht mehr auf dem Boden.

Fred-Eric Essam, Gründer von ident.africa e.V. ist gebürtiger Kameruner. Seit er im Oktober 1989 ein Stipendium erhielt, lebt und arbeitet er in Deutschland. Nach seinem Abschluss zum Diplom-Ingenieur der Biomedizintechnik erhielt er eine Anstellung bei IBM-Deutschland. Hier ist er heute als „Sales- und Alliance Manager“ in Köln tätig.

Seine Heimat und die Armut in Kamerun hat er dennoch nie vergessen. Aus diesem Grund rief Essam 2004 das Projekt „ident.africa“ ins Leben. Der eingetragene Verein bemüht sich um Spenden, um die Bildungssituation in Kamerun zu verbessern.

Das im westlichen Zentralafrika gelegene Kamerun hat eine Analphabetenrate von über 30%. Mehr als 50% der 17 Millionen Kameruner leben von weniger als zwei US $ pro Tag. Es mangelt an qualifizierten Lehrern und viele Eltern können die Schulgebühren für ihre Kinder nicht aufbringen. Doch ohne Bildung gibt es keinen Fortschritt. Deshalb hat es sich ident.africa zur langfristigen Aufgabe gemacht, nach und nach eine Infrastruktur – in Boboyo und später darüber hinaus – aufzubauen, die es den Menschen in Kamerun ermöglicht, sich selbst zu helfen.

Um die nötige Transparenz bei der Verwendung der Spendengelder und die richtige Umsetzung der Projekte garantieren zu können, reist der Verein regelmäßig nach Kamerun und kooperiert mit dem „CODEBO“, einer Dorfgemeinschaft vor Ort.

Dieser Beitrag wurde unter Pressemeldungen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.