Junge Frau aus Boboyo bringt gesundes Kind zur Welt. Arzthelfer:innen Sarah und Guimbé machten alles richtig.

Mit gerade 19 Jahren hat Habiba Victorine aus Boboyo ein Kind zur Welt gebracht. Die junge alleinerziehende Mutter konnte in der Krankenstation von Boboyo entbinden. Mutter und Sohn geht es gut. Die Geburt verlief unter der Aufsicht von Sarah Klang, der örtlichen Krankenschwester. Sie wurde von Benjamin Guimbé, dem neuen Dorf-Krankenhelfer. Die Arbeit beider Krankenhelfer:innen wird durch die Heider Kober Stiftung aus München finanziert.

Sarah arbeitet seit mehr als 20 Jahren als Dorfkrankenschwester in Boboyo und hat sich immer um die Gesundheit der Gemeinschaft gekümmert. Nach Angaben des Stationsleiters war Benjamin Guimbe, der neue Krankenpfleger, aktiv an der Entbindung von Habiba Victorin beteiligt und hat alles erforderliche während des Geburtes durchgeführt. Der Leiter des Gesundheitszentrums, Aboubakar Siddick, sagte bei seiner Einstellung: „Guimbe ist eine große Unterstützung und Hilfe für den gesamten Kanton Boboyo. Seine Arbeit hat die Behandlungskapazitäten in Boboyo und Umgebung deutlich erhöht, was die wachsende Zahl der Patienten erklärt, die die Gesundheitsdienstleistungen in Anspruch nehmen“. Guimbé war stolz darauf, das Gelernte anwenden zu können und ist dankbar für die Zusammenarbeit, insbesondere mit ident.africa e.V., der seit Jahren die Lebensbedingungen der Menschen in der Region stetig verbessert. Guimbé dankt ebenfalls Heider Kober Stiftung für ihre Unterstützung in Boboyo und ihr Engagement für die benachteiligten Menschen in Afrika. Das Gehalt von Guimbe wird von der Heider-Kober-Stiftung getragen.

Der nächste Schritt für Mutter und Kind ist bereits geplant. Das Kind muss unverzüglich in das Geburtsregister der Gemeinde Kaelé eingetragen werden, und erst dann erhält der Junge eine Geburtsurkunde, ein äußerst wichtiges Dokument für sein Leben und seine Zukunft.
Laut einer Studie des kamerunischen Meldeamtes besitzen in der Region „Extreme-Nord“ schätzungsweise 420.000 Kinder im Vorschul- und Grundschulalter keine Geburtsurkunde. Offiziell existieren sie also gar nicht.
ident.africa e.V. möchte deshalb Eltern in Boboyo und Umgebung finanziell unterstützen, Geburtsurkunden für Kinder ausstellen zu lassen. Dies geschieht in enger Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Vereinigungen in den Dorfgemeinschaften. Unser gemeinsames Ziel sind 10.000 neu ausgestellte Geburtsurkunden. Dafür bitten wir um Ihre Spende.